Deine Kunden sollen dich nicht zufällig finden müssen

Autorin

Stefanie Jahn

Du denkst über deine Inhalte nach, suchst nach den richtigen Worten, überarbeitest deine Hooks, filmst Reels, gestaltest Karussells und fragst dich, welches Format dir endlich die Reichweite bringt, die du dir wünschst. Du bist sichtbar, arbeitest konsequent und investierst jede Menge Zeit und Energie in dein Business.

Trotzdem bleibt dein Kalender leerer, als du es dir vorgestellt hast.

Vielleicht bekommst du Likes, Menschen verfolgen regelmäßig deine Storys, laden sich dein kostenfreies Angebot herunter oder melden sich für deinen Newsletter an. Es passiert also durchaus etwas: Menschen sehen dich, reagieren auf dich und interessieren sich für das, was du zu sagen hast.

Nur entstehen daraus viel zu selten echte Gespräche.

Und dann liegt der Gedanke nahe, dass du noch besseren Content brauchst. Mehr Reichweite, bessere Hooks, vielleicht ein neues Format.

Dabei lohnt es sich, vorher an einer anderen Stelle hinzuschauen.

Content ist der Anfang deiner Kundengewinnung

Ein guter Beitrag kann einen Menschen berühren, zeigen, dass du sein Problem verstehst, und einen Gedanken auslösen, der vorher noch nicht da war. Deine Inhalte können Vertrauen aufbauen und dafür sorgen, dass jemand überhaupt erst erkennt, dass Veränderung möglich ist.

Was dein Content dir nicht abnehmen kann, ist das persönliche Gespräch.

Ein Beitrag kann nicht nachfragen, warum sich jemand von deinen Inhalten angesprochen fühlt, welche Fragen noch offen sind oder was diesen Menschen davon abhält, den nächsten Schritt zu gehen.

Das kannst du.

Viele wünschen sich insgeheim, dass der passende Kunde irgendwann von selbst vor der Tür steht. Wenn ich nur lange genug sichtbar bin, den richtigen Satz schreibe oder dieses eine Reel veröffentliche, wird sich schon jemand melden.

Während du darauf wartest, geht das Leben deiner Interessenten weiter. Der gespeicherte Beitrag verschwindet zwischen anderen Inhalten, das heruntergeladene Freebie landet neben ungelesenen E-Mails und jemand verfolgt deine Storys vielleicht seit Wochen, ohne zu wissen, ob dein Angebot wirklich das Richtige ist.

Auf deiner Seite bleibt die Hoffnung, dass dieser Mensch irgendwann selbst den nächsten Schritt macht.

Dein Content hat seinen Job vielleicht längst erledigt

Stell dir vor, du wirfst jemandem einen Ball zu und gehst anschließend davon aus, dass völlig klar ist, was jetzt passieren soll.

Vielleicht hat dein Gegenüber gar nicht bemerkt, dass du auf eine Reaktion wartest, weiß nicht, ob der Ball zurückgespielt werden soll oder hat gleichzeitig noch zwanzig andere Bälle um die Ohren.

Irgendwann entsteht bei dir der Eindruck, dein Content würde nicht funktionieren.

Dabei hat er möglicherweise genau das getan, was er sollte. Er hat Aufmerksamkeit erzeugt, Interesse geweckt und eine erste Verbindung geschaffen.

Du hast einen Menschen erreicht. Jetzt darf aus dieser Verbindung ein Gespräch werden.

Aktive Kundengewinnung hat nichts mit Aufdrängen zu tun

Ich weiß, dass sich eine aktive Kontaktaufnahme erstmal unangenehm anfühlen kann. Im Kopf entstehen schnell Bilder von aufdringlichen Verkaufsgesprächen oder Menschen, die dir etwas anbieten wollen, obwohl sie noch nicht einmal verstanden haben, wer du bist und was du brauchst.

Davon rede ich nicht.

Du sollst weder wahllos fremde Menschen anschreiben noch jedem dein Angebot präsentieren, nur weil du einen Abschluss möchtest.

Schau genauer hin: Wer reagiert regelmäßig auf deine Inhalte? Wer hat sich deinen Guide heruntergeladen, an deinem Webinar teilgenommen oder liest schon lange deinen Newsletter?

All das sind Berührungspunkte mit Menschen, die bereits Interesse an deiner Arbeit gezeigt haben.

Warum sollte daraus kein echtes Gespräch entstehen?

Im ersten Kontakt musst du niemanden überzeugen oder sofort dein größtes Angebot vorstellen. Lern den Menschen kennen, hör zu und finde heraus, was ihn beschäftigt und warum deine Arbeit für ihn interessant ist.

Dabei kann sich herausstellen, dass du genau die richtige Unterstützung bieten kannst und ihr fachlich wie menschlich wunderbar zusammenpasst. Es kann genauso gut sein, dass jemand an einem völlig anderen Punkt steht und woanders besser aufgehoben ist.

Auch das gehört für mich zu gutem Verkauf.

Ein gutes Verkaufsgespräch braucht Klarheit

Für mich bedeutet Verkaufen nicht, einen Menschen um jeden Preis in mein Angebot zu bekommen. Ich möchte herausfinden, ob ich wirklich helfen kann, ob meine Art zu arbeiten passt und ob mein Gegenüber bereit ist, die nächsten Schritte mit mir zu gehen.

Wenn die Antwort darauf Ja lautet, darf ich einen konkreten nächsten Schritt anbieten.

Das kann ein weiterer Termin sein oder eine klare Einladung in die Zusammenarbeit. Was ich nicht machen muss, ist ein gutes Gespräch mit einem unverbindlichen „Melde dich einfach irgendwann“ enden zu lassen und anschließend zu hoffen, dass der andere schon wissen wird, wie es weitergeht.

Du kennst deinen Prozess und weißt, welcher nächste Schritt sinnvoll ist. Dein Gegenüber muss deinen Verkaufsprozess nicht erraten.

Den Ball bei dir zu behalten, bedeutet für mich vor allem, Verantwortung für dein Business zu übernehmen.

Deine Kundengewinnung sollte nicht davon abhängen, ob heute zufällig jemand mutig genug ist, dir eine Nachricht zu schreiben. Und dein Umsatz sollte erst recht nicht dauerhaft an Hoffnung hängen.

Vielleicht brauchst du gerade keine neue Contentstrategie

Bevor du also die nächste Contentstrategie ausprobierst, schau dir erst einmal die Menschen an, die du bereits erreichst. Wer reagiert regelmäßig auf deine Storys? Mit wem hattest du schon einen interessanten Austausch? Welche Gespräche sind irgendwann einfach versandet?

Diese Menschen würde ich mir zuerst anschauen. Sie kennen dich bereits, haben Interesse gezeigt und geben dir damit einen verdammt guten Grund, einfach mal das Gespräch zu suchen.

Sicherheit im Verkaufen entsteht durch Gespräche

Natürlich kann jemand Nein sagen. Das bedeutet weder, dass dein Angebot falsch ist, noch dass du schlecht verkauft hast oder nicht gut genug bist. Dieser Mensch ist im Moment vielleicht einfach nicht der richtige Kunde.

Mit jedem Gespräch wirst du sicherer. Du lernst genauer zuzuhören, den tatsächlichen Bedarf zu erkennen und einzuschätzen, wann du weiterführen kannst und wann es ehrlicher ist, jemanden loszulassen oder weiterzuempfehlen.

Ein Gesprächsleitfaden kann dir dabei Struktur geben und helfen, den roten Faden zu behalten. Die Verbindung zu deinem Gegenüber entsteht trotzdem im Gespräch selbst.

Kein Skript kann dir diese Erfahrung abnehmen.

Deine Kunden sollen dich nicht zufällig finden müssen

Die Menschen, die zu dir passen könnten, sind möglicherweise längst da. Sie stehen in deiner Kontaktliste, lesen deine E-Mails, schauen deine Storys und reagieren auf deine Inhalte.

Lass diese Kontakte nicht einfach liegen und warte darauf, dass irgendwann zufällig der perfekte Moment kommt.

Du darfst den ersten Schritt machen, ein Gespräch beginnen und herausfinden, ob ihr wirklich zusammenpasst. Wenn du helfen kannst, darfst du das auch klar aussprechen.

Du darfst dir deine Kunden holen.

Auf eine ehrliche, menschliche und klare Art, bei der du dich jederzeit noch im Spiegel anschauen kannst.

Und falls du dir für diesen Weg mehr Klarheit, Struktur und Sicherheit wünschst, begleite ich dich gern dabei, aus deiner Sichtbarkeit echte Gespräche und aus diesen Gesprächen passende Kunden entstehen zu lassen.

Nutze einfach das Kontaktformular, ich freu mich auf dich.